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2016 Sri Lanka
23.03.2016  Rundreise - Dambulla 8:00   Uhr   sind   wir   startklar,   um   der   Hitze   zuvor   zu   kommen.   Unser   Ziel   sind die   Höhlentempel   in   Dambulla,   die   größte   Tempelanlage   des   Landes   und seit 1991 Weltkulturerbe. Auf   dem   vorgelagerten   Parkplatz   waren   wir   fast   allein.   Ein   großer   sitzender Buddha   verdeckt   zunächst   den   dahinter   liegenden   Berg.   Bereits   vor   2.200 Jahren   sollen   in   den   insgesamt   fünf   Höhlen   Mönche   gelebt   haben.   Bevor wir   die   Statuen   bestaunen   können,   müssen   wir   zunächst   wieder   bergauf kraxeln.   Genau   genommen   150   Höhenmeter,   die   über   Treppen   und   teils steile Wege auf den Bergrücken führen. Oben   angekommen,   haben   wir   Sicht   bis   nach   Sigiriya   sowie   weit   über   das Land   und   die   Stauseen.   Wie   schon   bekannt,   müssen   wir   in   heiligen   Stätten die Schuhe ausziehen. Der    steinige    Boden    zwischen    dem    Tempeleingang    und    den    Höhlen    ist mittlerweile   glühend   heiß.   Mit   anderen   Worten:   es   geht   am   besten   sehr schnell. In   den   Höhlen   selbst   ist   es   angenehm   kühl.   Der   größte   Buddha,   eine   14 Meter   lange   Statue   aus   Granit,   ruht   in   der   ersten   der   fünf   Höhlen.   Durch   die verschobene   Fußstellung   und   die   ebenfalls   leicht   verschobene   Hand   wird der Übergang ins Nirvana symbolisiert. Neben   ihm   wacht   sein   Lieblingsschüler,   Ananda.   Vor   lauter   Buddha-Statuen lohnt   aber   auch   der   Blick   zur   Decke,   die   mit   700   Jahre   alten   Malereien geschmückt ist. Bedeutender,   größer   und   zugleich   eindrucksvoller   ist   die   zweite   Höhle   mit fast   60   Buddha-Statuen   in   allen   bekannten   Positionen,   Hindugöttern   und den   beiden   singhalesischen   Königen   Valagamba   und   Nissankamalla.   An   der Decke    finden    sich    hier    1.500    farbenprächtige    Szenen    aus    dem    Leben Buddhas. 57   weitere   Buddha-Figuren   aus   Marmor,   Eben-   und   Sandelholz   und   der letzte   König   von   Kandy,   Rajasingha,   erwarten   uns   in   der   dritten   Höhle.   In der   vierten   steht   eine   kleine   Dagoba,   in   welcher   der   Schmuck   der   Gattin von König Valagamba aufbewahrt worden sein soll. Die fünfte Höhle beherbergt einen weiteren liegenden Buddha. Beim    Abstieg    kamen    uns    Massen    an    Menschen    entgegen,    das    frühe Losfahren   hatte   sich   also   gelohnt.   Auf   den   Treppen   nach   unten   saßen   viele Affen.   Sie   waren   friedlich.   Nach   Aussage   von   Sunil   können   die   Affen   aber auch aggressiv werden. Auf   dem   Parkplatz   war   nun   kein   Platz   mehr   frei.   Wir   waren   froh,   dass   wir nun wieder den Weg zu unserem Strandhotel einschlugen. Im    „Nussdorf“    säumten    zahlreiche    Straßenhändler    den    Weg    und    boten Cashewnüsse    an.    Sunil    brachte    uns    in    einen    Laden,    dessen    Inhaber schlafend   auf   einem   Stuhl   auf   Kundschaft   wartete.   Hier   konnten   die   Nüsse zunächst   gekostet   werden,   was   die   Auswahl   nicht   gerade   einfacher   machte. Mit    einer    ordentlichen    Auswahl    an    verschiedenen    Cashewnussvarianten ausgerüstet, setzten wir den Weg ans Meer fort. Die   Fahrt   war   lang   und   selbst   für   den   Beifahrer   sehr   anstrengend.   Auf   der Straße    wird    gedrängelt,    gehupt,    gerast    und    gebummelt    –    also    alles    das gemacht, was ein entspanntes Fahren verhindert. Am   Nachmittag   erreichten   wir   unser   Ziel.   Nach   dem   Auspacken   suchten   wir zunächst   die   Hotelmanagerin   auf,   um   die   Sache   mit   der   falschen   Rechnung vom   14.03.   zu   klären.   Dagmar   -   eine   Deutsche,   mit   der   wir   schon   von   zu Hause   aus   gemailt   hatten   –   ging   mit   uns   zum   Kassierer.   Man   klärte   uns   auf, dass   die   Rechnung   nur   korrigiert   werden   kann,   wenn   wir   etwas   verzehren. Der   14.03.   sei   abrechnungstechnisch   abgeschlossen,   der   zu   viel   berechnete Betrag    kann    nur    mit    einer    weiteren    Rechnung    ausgeglichen    werden. Eigenartige   Praxis.   Was   passiert,   wenn   der   Fehler   am   letzten   Abend   auftritt? Muss   man   dann   länger   bleiben,   oder   gibt   es   eine   Spendenbescheinigung? Jedenfalls   war   Dagmar   nicht   sehr   freundlich   oder   kundenorientiert.   Keine Frage   nach   unserem   Befinden   oder   wie   es   uns   gefällt.   Mit   dieser   Meinung waren    wir    übrigens    nicht    allein.    Das    „Ypsilon    Beach    Resort“    würde    bei einem   erneuten   Sri   Lanka-Besuch   nicht   in   die   engere   Auswahl   kommen. Tolles Hotel mit wenig Service – da ließe sich mehr draus machen. Zur    Feier    des    Tages    wollten    wir    zum    Abendessen    mal    etwas    anderes ausprobieren.   Unsere   Urlaubsbekannten   Peter   und   Petra   hatten   da   eine Empfehlung   in   Bentota.   Am   Tuktuk-Stand   organisierten   wir   zwei   Tuktuk   und ließen   uns   zum   Hotel   „Amal   Villa“   kutschieren.   In   der   Auslage   suchten   wir uns   die   Fische   bzw.   die   Garnelen   aus,   die   wir   haben   wollten.   Das   fertige Essen   wurde   am   Strand   serviert   –   alles   sehr   lecker.   Ein   Ständchen   wurde auch noch gespielt. Unsere   Tuktuk-Fahrer,   die   auf   uns   gewartet   hatten,   brachten   uns   zurück.   Da wir   noch   einen   Absacker   trinken   wollten,   ließen   wir   uns   gleich   bis   zum “Panorama“ bringen. Ein wunderschöner Abend.
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