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2016 Sri Lanka
22.03.2016  Rundreise - Matale / Sigiriya Vollmondtag    –    das    heißt,    es    wird    kein    Alkohol    ausgeschenkt    und    der überwiegende Teil der Geschäfte bleibt geschlossen. Nach    einem    Frühstück,    welches    nicht    erwähnenswert    war,    empfing    uns Sunil    8:00    Uhr    am    Auto.    Nach    200    Metern    erreichten    wir    unser    erstes Etappenziel:   eine   Tischlerei   mit   Holzschnitzerei.   Zunächst   wurde   uns   erklärt, wie    aus    verschiedenen    Hölzern    Farben    hergestellt    werden,    die    reinste Zauberei.   Anschließend   schlenderten   wir   durch   die   Ausstellungsräume   und schauten   uns   die   Schnitzereien   und   Möbel   an.   Da   waren   schon   tolle   Sachen dabei.   Am   Ende   reisten   ein   kleiner   Elefant   und   eine   „Glücksmaske“   mit   uns weiter. Bevor   wir   die   nächste   Station   „Baba-Batik“   –   die   älteste   Batik-Fabrik   auf   Sri Lanka    –    ansteuerten,    statteten    wir    in    Matale    noch    einem    Hindutempel einen   Besuch   ab.      Um   das   Innere   besichtigen   zu   können,   waren   neben   dem Eintritt   von   500   Rupien   für   uns   zwei   20   Rupien   für   die   Schuhe   zu   entrichten. Barfußlaufen    war    bei    dem    Dreck    auf    dem    Fußboden    nicht    gerade    ein schönes   Gefühl.   Deshalb   sahen   wir   auch   zu,   schnell   wieder   nach   draußen zu kommen. In   der   Batikfabrik   zeigte   man   uns   die   aufwendige   Herstellung   der   Batiken   je   bunter   die   Stoffe   waren   umso   dicker   war   am   Ende   die   Wachsschicht. Beim   letzten   Arbeitsgang   stand   uns   bestimmt   das   Entsetzen   im   Gesicht:   In einer     Tonne     kochte     über     offenem     Feuer     Wasser.     Davor     stand     ein klapperdürres     Muttchen,     an     den     Füßen     Flipflops,     an     den     Händen Gummihandschuhe.     Mit     dieser     „arbeitsschutzkonformen“     Bekleidung tauchte   sie   den   Stoff   in   das   kochende   Wasser,   holte   den   Stoff   wieder   raus und   schrubbte   das   Wachs   auf   einem   kleinen   Tisch   mit   einer   Bürste   ab.   Am Ende   der   Führung   durften   wir   noch   Modenschau   machen.   Eine   Bluse   und ein Tischläufer wanderten in unseren Koffer. Wir   setzten   unseren   Weg   Richtung   Norden   fort.   Unterwegs   kaufte   Sunil Jack-Frucht.   Leider   konnte   Thomas   davon   nicht   viel   genießen,   die   Frucht löste bei ihm eine Allergie aus. Da blieb mehr für die anderen beiden. Nächster     Stopp     war     an     einem     Kräutergarten.     Bei     einem     Rundgang bekamen    wir    die    verschiedenen    Pflanzen    und    deren    Einsatz    in    Küche, Kosmetik    und    Pharmazie    erklärt.    Eine    Kopf-Nacken-Massage    sollte    die Wirkungsweise   noch   verdeutlichen.   Um   das   Gelände   verlassen   zu   können, mussten    wir    durch    einen    kleinen    Laden.    Selbstverständlich    wurde    nun erwartet,   dass   wir   auch   etwas   kaufen.   Da   wir   wussten,   dass   wir   auch   in   der Nähe    unseres    Strandhotels    Gewürze    und    Kosmetika    kaufen    können, beschränkten   wir   uns   auf   Pfeffer,   Vanilleschoten,   Curry   und   eine   Creme. Der Rest war uns einfach viel zu teuer. 13:00   Uhr   erreichten   wir   unser   Hotel.   Nach   dem   Töten   von   gefühlten   20 Mücken   und   einem   kleinen   Mittagessen   (Shrimps-Curry)   fuhren   wir   nach Sigiriya   zur   Felsenfestung.   Eigentlich   hätte   der   Höhlentempel   von   Dambulla auf   dem   Programm   gestanden,   wegen   der   Hitze   änderte   Sunil   jedoch   den Ablauf. Die   Hitze   machte   nicht   nur   uns   Menschen   zu   schaffen.   Auf   dem   Weg   zum Kassenhäuschen   konnten   wir   eine   Horde   Affen   beim   Baden   beobachten.   So etwas   hatten   wir   noch   nicht   gesehen.   Die   Affen   planschten,   schwammen und    sprangen    sogar    mit    Anlauf    vom    Baum    ins    Wasser.    Es    sah    einfach herrlich aus. Am   Kassenhäuschen   kam   dann   wieder   die   Ernüchterung.   Es   waren   4.250 Rupien   (27   EUR)/Person   zu   zahlen.   An   sich   war   das   kein   Problem,   wenn   da nicht    die    Preise    für    Einheimische    wären.    An    der    Preistafel    waren    die Eintrittspreise     für     Einheimische     absichtlich     singhalesisch     ausgewiesen, damit     dort     keine     Stimmung     aufkommt.     Thomas     fand     später     eine Eintrittskarte   für   Einheimische.   Der   Eintritt   kam   25   Rupien,   also   zahlten   wir das 170-fache eines Einheimischen, schon heftig. Schon   aus   der   Ferne   hebt   sich   der   200   Meter   hohe   Monolith   deutlich   über den   Dschungel   und   die   Reisfelder   ab.   Bis   hoch   auf   den   Gipfel   sind   es   stolze 1.860   Stufen.   Zunächst   aber   mussten   wir   durch   die   früheren   Wassergärten. Nach einer Engstelle erreichen wir die ersten richtigen Treppen. Am   Felsen   führt   eine   Wendeltreppe   (Metallgitter)   zu   den   Wolkenmädchen. Einst   sollen   hier   500   Felsmalereien   aus   dem   5.   Jahrhundert   die   Besucher verzaubert   haben.   Heute   sind   noch   18   Stück   dieser   barbusigen   Schönheiten erhalten. Über   die   rund   150   Meter   lange   Spiegelgalerie   ging   es   zur   Löwenterrasse, die    über    eine    weitere    Treppe    zu    erreichen    war.    Hier    machten    wir    erst einmal   Pause.   Trotz   der   Hitze   –   von   oben   gab   die   Sonne   und   von   unten   der Felsen   Wärme   ab   -   waren   Massen   unterwegs.   Es   schubste   und   drängelte, dass   man   manchmal   gar   nicht   wusste,   wohin   man   ausweichen   sollte.      Um ganz    nach    oben    zu    kommen,    hätten    wir    noch    einmal    Metalltreppen überwinden   müssen,   die   nach   oben   hin   immer   schmaler   wurden.   Das   war uns    dann    doch    zu    viel.    Auch    von    halber    Höhe    hatten    wir    einen    tollen Ausblick   auf   die   Umgebung.   Um   nicht   zu   schnell   wieder   am   Bus   zu   sein, machten wir überall Rast, wo es sich ein schattiges Plätzchen bot. Unten    angekommen,    mussten    wir    durch    zahlreiche    Souvenirstände,    die auch   noch   etwas   an   Mann   und   Frau   bringen   wollten.   Sunil   wartete   schon am   Bus   auf   uns.   Freudigste   Nachricht   des   Tages,   im   Hotel   sollte   es   –   trotz Vollmondtag   –   Bier   geben.   Und   das   zischte   dann   auch   nur   so   die   Kehle hinunter. Nachdem    wir    uns    den    Dreck    der    letzten    Stunden    vom    Leib    gewaschen hatten,   erwartete   uns   ein   reich   gedeckter   Tisch   mit   einer   großen   Auswahl an verschiedenen Currys – so hatten wir uns das gewünscht.
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