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2014 Istanbul - Nordzypern
09.09.2014 - Büyükkonuk - Dipkarpaz Morgens   um   zehn   auf   Zypern   waren   wir   bei   30°C   schon   auf   dem   Weg   zu unserem   nächsten   und   letzten   Etappenziel.   Im   „Ay   Phodios“   waren   wir   heute Selbstversorger.    Gülay    hatte    alles    für    unser    Frühstück    vorbereitet,    wir mussten   uns   nur   noch   das   Wasser   für   den   Kaffee   auf   dem   Gasherd   heiß machen.    Das    Sachenpacken    war    kein    großer    Akt.    Im    Restaurant    und    im Bungalow   sollten   wir   lediglich   die   Türen   schließen,   ansonsten   konnte   alles unverschlossen    bleiben.    Und    so    verließen    wir    dann    Büyükkonuk.Bis    nach Dipkarpaz   waren   es   etwa   60   Kilometer,   die   wir   auf   der   neu   gebauten   Straße zügig   zurücklegten.   Eine   Adresse   für   unsere   neue   Unterkunft   hatten   wir   nicht. So   orientierten   wir   uns   an   den   Schildern      für   das   Arch   House.   Gleich   daneben fand     sich     dann     auch     unser     Stonehouse.     Unser     Zimmer     war     bereits bezugsfertig.     Mit     vier     Betten,     Klimaanlage,     Fernseher,     Ventilator     und Kühlschrank    war    das    große    Zimmer    sehr    luxuriös    ausgestattet.    Auch    die Dusche,    machte    das    was    eine    Dusche    tun    sollte,    ohne    sie    irgendwie austricksen    zu    müssen.    Wir    packten    unsere    Sachen    aus,    erledigten    die Anmeldeformalitäten,      erhielten      den      Zugang      zum      Internet      und      die Frühstückszeiten    und        schon    waren    wir    wieder    auf    dem    Weg,    um    die Umgebung   zu   erkunden.   Die   Suche   nach   der   auf   der   Nordseite   gelegenen Kirche   Agios   Filon   gestaltete   sich   etwas   abenteuerlich.   In   der   Ortsmitte   gab   es zwar    Hinweisschilder,    die    führten    an    der    nächsten    Straßenkreuzung    aber nicht   weiter.   Letztendlich   mussten   wir   von   unserer   Unterkunft   aus   einfach nur    aus    dem    Ort    rausfahren    –    diese    Straße    endete    genau    da,    wo    wir hinwollten.      Die      sieben      Palmen,      die      an      den      Überbleibseln      der Kreuzkuppelkirche   stehen,   fielen   schon   von   weitem   auf.   Wir   streiften   durch die   Ruine,   besahen   uns   die   Bodenmosaiken   und   störten   die   Eidechsen   bei ihrer    Siesta.    Unmittelbar    neben    der    Kirche    befindet    sich    ein    Restaurant, dessen   Strand   aber   sehr   ungepflegt   war.   Etwas   westlicher   entdeckten   wir   den öffentlichen   Strand.   Hier   gab   es   Liegen,   Sonnenschirme   und   keinen   Unrat   im Wasser.   Das   könnte   für   den   morgigen   Tag   unser   Favorit   werden.   Zunächst einmal   fuhren   wir   aber   zurück   in   die   Stadt,   unser   Auto   musste   aufgetankt werden.    Dank    unserer    Karte    mit    den    eingezeichneten    Tankstellen    war    es nicht    schwierig,    den    richtigen    Weg    zu    finden.    Für    55    TL    sollte    unsere Tankfüllung   nun   noch   bis   zum   Flughafen   reichen.   Neugierig,   wie   es   auf   der Südseite   der   Karpazhalbinsel   aussieht,   fuhren   wir   noch   ein   Stück   Richtung Andreaskloster.    Auch    diese    Straße    war    neu    gebaut.    Die    Landschaft    sah wesentlich    grüner    und    gepflegter    aus,    als    in    Büyükkonuk.    Wir    hatten eigentlich    das    Gegenteil    vermutet.    Unmittelbar    am    Wasser    gab    es    einen kleinen   Hafen   und   das   „Blue   Sea   Hotel“   mit   Strand.   Hier   trafen   wir   auch   die Engländer    wieder,    die    mit    uns    gemeinsam    nach    Agios    Filon    gesucht,    die Suche   aber   aufgegeben   hatten.   Da   es   hier   auch   gegrillten   Fisch   gab,   blieben     wir    zum    Mittagessen.    Für    65    TL    erhielten    wir    einen    gegrillten    Fisch,    ein Hähnchengulasch,     ein     Bier,     eine     hausgemachte     Limonade     und     einen türkischen   Kaffee.Das   Andreaskloster   wollten   wir   uns   für   den   nächsten   Tag aufheben,   deshalb   fuhren   wir   zurück   in   die   Stadt.   Nach   einem   Tee   und   ein paar    Einkäufen    kehrten    wir    in    unsere    Unterkunft    zurück.    Zwischen    zwei Pfeilern   durften   wir   unsere   Leine   ziehen,   um   etwas   Wäsche   aufzuhängen. Von    unserer    Terrasse    aus    konnten    wir    die    auf    dem    Nachbargrundstück arbeitenden   Bauarbeiter   beobachten,   die   nach   der   Siesta   wieder   mit   Putzen begonnen   hatten:   zwei   arbeiteten,   zwei   trugen   die   Verantwortung.Am   Abend gingen   wir   auf   ein   Bier   in   das   „Manyolam“.   Unser   Reiseführer   empfahl   es wegen       einem       mit       Lamm-       oder       Hühnchenfleisch       geschmorten Gemüseeintopf.    Heute    hatten    wir    jedoch    bereits    gut    zu    Mittag    gegessen, deshalb   bestand   das   Abendbrot   nur   aus   Brot,   Wurst   und   Obst.Als   uns   die Dorfkatzen   zu   aufdringlich   wurden,   zogen   wir   uns   in   unser   Zimmer   zurück. Wir hofften auf eine erholsamere Nacht ohne beißende Fliegen
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