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2014 Costa Rica
29. April 2014 – Orosi Lodge Es   war   kaum   zu   glauben,   aber   heute   schafften   wir   es   tatsächlich,   bis   8:00   Uhr zu   schlafen.   Das   Frühstück   in   der   Lodge   war   toll.   Wir   ließen   uns   viel   Zeit,   da die Runde, die wir mit dem Auto drehen wollten, nicht sehr lang sein sollte. Bevor   wir   uns   auf   den   Weg   machten,   gaben   wir   noch   einmal   Wäsche   zum Waschen. Und   dann   folgten   wir   der   Straße,   die   wir   gestern   schon   erkundet   hatten, immer   am   Stausee   lang.   Gleich   hinter   dem   Ortsausgang   von   Orosi   mussten wir   den   Rio   Orosi   über   eine   recht   abenteuerlich   anmutende   Hängebrücke überqueren.   Dann   ging   es   weiter   durch   Kaffeeplantagen   nach   Cachi.   Laut Karte     sollte     sich     das     „Haus     des     Träumers“     im     Ort     befinden.     Die Einheimischen   beäugten   uns   schon   recht   skeptisch,   als   wir   zum   wiederholten Male    vorbeifuhren.    Wir    kehrten    erst    einmal    zur    Hauptstraße    zurück    und fuhren   weiter.   Kurz   hinter   Cachi   fanden   wir   dann   das   Haus   direkt   an   der Straße.   Das   Haus   gehörte   dem   Schnitzer   und   Bildhauer   Macedonio   Quesada. Er   hat   kleine   Kunstwerke   aus   dem   Holz   der   Kaffeepflanze   hergestellt.   Seine Söhne   führen   sein   Werk   fort,   wollten   aber   für   die   Besichtigung   des   recht heruntergekommenen   Hauses   10   USD   haben.   Das   war   es   uns   nicht   wert, sodass wir uns wieder verabschiedeten. Den   nächsten   Stopp   machten   wir   unmittelbar   hinter   der   Staumauer.   Wir ließen   das   Auto   an   einem   geeigneten   Platz   stehen   und   liefen   zu   Fuß   auf   die 100   Meter   hohe   Brücke.   Der   Ausblick   ins   Tal   des   Rio   Reventazon   war   schon imposant und verursachte eine Gänsehaut. Unser   nächstes   Ziel   war   das   Örtchen   Ujarras.   Hier   kann   eine   Kirchenruine aus    dem    17.    Jahrhundert    besichtigt    werden.    Wir    parkten    unser    Auto    vor einem   eingezäunten   Park.   Sofort   bot   sich   ein   junger   Mann   an,   auf   unser   Auto aufzupassen.    Vermutlich    wird    die    Anlage    von    einem    sozialen    Projekt    in Ordnung   gehalten.   Alles   war   sehr   gepflegt   und   sauber   und   kostete   keinerlei Eintritt.   Nachdem   wir   den   Rundgang   beendet   hatten,   bedankten   wir   uns   bei dem      „Wachmann“      mit      1.000      Colones,      wofür      er      sich      seinerseits überschwänglich bedankte. Von   hier   aus   ging   es   dann   wieder   bergan.   Von   einem   Aussichtspunkt   aus hatten    wir    einen    herrlichen    Blick    über    den    Cachi-Stausee.    Bei    unserer Rundfahrt   hatten   wir   uns   gewundert,   dass   wir   vom   Stausee   nur   ein   paar Pfützen     sahen.     Von     oben     erkannten     wir     dann,     dass     der     See     mit Wasserpflanzen   zugewachsen   war.   Auch   Orosi   war   von   hier   aus   zu   sehen. Anhand des Sendemastes und der Kirche konnten wir unsere Lodge orten. Als   nächstes   wollten   wir   noch   zu   einer   Kaffeeplantage,   die   laut   Karte   nicht weit    entfernt    sein    sollte.    Eine    Stecknadel    im    Heuhaufen    zu    finden,    muss einfacher   sein.   Wir   fuhren   alles   an   Straßen   ab,   was   möglich   war.   Irgendwann fanden   wir   dann   schon   mal   ein   Hinweisschild   zur   Finca   Cristina,   das   in   einer Höhe   angebracht   war,   die   man   als   gewöhnlicher   Autofahrer   nicht   im   Blick hat.   Nach   wiederholter   Runde   sahen   wir   dann   an   einer   Toreinfahrt   ein   ganz schales    Hinweisschild.    Als    uns    am    Ende    der    engen    Einfahrt    vier    Hunde ansahen,    legte    Thomas    den    Rückwärtsgang    ein    und    fuhr    wieder    auf    die Straße.   Der   Besitzer   kam   uns   zwar   noch   hinterher,   wir   wollten   aber   nicht zurück,   da   das   Ganze   nicht   so   aussah,   als   könnte   man   hier   tatsächlich   Kaffee kaufen. Zwischenzeitlich   war   es   Mittag   geworden.   Um   die   Runde   um   den   Stausee komplett   zu   machen,   hätten   wir   durch   Paraiso   fahren   müssen.   Nach   engen, rechtwinklig   voneinander   abgehenden   Straßen   stand   uns   heute   noch   nicht der   Sinn.   Deshalb   beschlossen   wir,   zurückzufahren   und   in   der   Soda   Luz   in Orosi Mittag zu essen. Den   Nachmittag   blieben   wir   bei   Kaffee   und   einem   Stück   Mangokuchen   in   der Lodge.    Eine    sehr    gute    Entscheidung,    denn    es    schüttete    wie    aus    Kannen. Zwischendurch   sammelten   wir   schon   mal   die   Mitbringsel   ein,   die   wir   haben wollten.    Als    unsere    Wäsche    zurückgebracht    wurde,    zogen    wir    uns    aufs Zimmer   zurück   und   verteilten   die   Sachen   noch   einmal   auf   dem   Bett,   da   sie nicht so trocken waren, wie wir es eigentlich erhofft hatten. Zum   Abendessen   gingen   wir   wieder   in   das   Restaurant   Coto.   Uns   hatte   es   hier gut   geschmeckt,   warum   sollten   wir   dann   etwas   anderes   probieren.   Eigentlich wollten     wir     heute     noch     einmal     Ceviche     essen.     Es     gab     jedoch     ein Sonderangebot   –   eine   Flasche   Rotwein   und   die   gemischte   Fleischplatte,   die Thomas    schon    am    Vortag    hatte,    für    2    Personen    –    das    Ganze    für    16.000 Colones. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns dafür. Wie immer in diesem Urlaub lagen wir 21:00 Uhr im Bett.
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