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Sardinien im September 2011
Sardinien 11.09.2011:   Auf   acht   Uhr   stellen   wir   uns   den   Wecker,   denn   9:00   Uhr   gibt   es Frühstück. Anschließend   packen   wir   unsere   Sachen   und   suchen   den   Startpunkt   für unsere    heutige    Wanderung.    Wir    haben    uns    aus    unserem    Wanderführer (Verlag   "MM"   mit   Internetcode   für   GPS-Koordinaten)   eine   Wanderung   „Auf die   Punta   Piscina   Irgas“   raugesucht,   ca.   11   Kilometer   lang,   mit   rund   350   zu überwindenden   Höhenmetern.   Unser   GPS   leistet   uns   gute   Dienste.   Thomas hatte   die   drei   in   der   Nähe   liegenden   Routen   bereits   eingegeben,   sodass   wir uns   nur   noch   am   Strich   langhangeln   mussten.   Die   Lufttemperatur   lag   bei ca.    30°C.    Nach    einer    reichlichen    halben    Strecke    legten    wir    an    einer Lagerfeuerstelle   –   vor   einem   angekündigten   Aufstieg   –   eine   Pause   ein.   Mit Brot,   Tomaten   und   Gurken   stärkten   wir   uns   für   das,   was   noch   kommen sollte.   Während   des   Aufstiegs   entdeckten   wir   auf   einmal   in   ca.   500   m   Höhe Bäume   mit   leuchtend   roten   Früchten   (Erdbeerbäume).   Probiert   haben   wir sie    allerdings    nicht,    sie    waren    nur    schön    anzuschauen.    Nach    weiteren zweieinhalb   Stunden   lag   die   Tour   hinter   uns.   Im   Nachgang   betrachtet   war es    landschaftlich    eine    sehr    schöne    Runde,    aber    eine    gewisse    Portion Wahnsinn   gehörte   schon   dazu.   Hätten   wir   gewusst,   dass   wir   ein   ganzes Stück   auf   einem   Bergrücken   zurücklegen   müssen,   an   dem   es   doch   teilweise recht    steil    in    die    Oridda-Schlucht    abging,    wer    weiß,    ob    wir    das    dann gemacht   hätten.   So   ging   es   ab   und   zu   auf   allen   vieren   am   Abhang   entlang, immer    Ausschau    nach    dem    nächsten    Markierungspunkt    in    Form    von Steinmännchen    haltend.    Zurück    im    Tal    waren    wir    doch    einigermaßen erleichtert.    Wir    beschlossen,    am    nächsten    Tag    wieder    einen    Badetag einzulegen. Zurück   in   unserem   Zimmer   gab   es   zur   Feier   des   Tages   ein   Bier,   welches   wir unterwegs in einer Bar gekauft haben. Akklimatisieren,   schön   machen   und   dann   wartet   wieder   die   kulinarische Herausforderung auf uns. Heute bestand das Abendessen aus: - Brot, sowohl frisch als auch frittiert - Salami und Oliven - Ravioli mit Fleischfüllung - Teigtaschen mit Kartoffel-Käse-Füllung - Schweinekotelett - Gemüse in Tomatensoße - Frittierte Ziegenkäsetaschen mit Honig - Melone - Espresso - Grappa oder Limoncello 12.09.2011:   Als   wir   heute   aufwachen,   ist   es   bedeckt.   Man   prophezeit   uns aber,   dass   es   gegen   10:00   Uhr   aufklaren   wird.   Und   so   ist   es   dann   auch.   Wir lassen    uns    Zeit.    Nach    dem    spartanischen    Frühstück    mit    Weißbrot    und Kuchen    bringen    wir    erst    einmal    unsere    Sachen    in    Ordnung.    Thomas Badehose   musste   repariert   werden.   Im   Minimarkt   am   Strand   decken   wir uns    mit    Brot,    Tomaten    und    Birnen    ein    und    im    Souvenirladen    nebenan bekommen    wir    Ansichtskarten    und    Briefmarken.    Hier    werden    wir    auch unsere   vorbereiteten   Geburtstagskarten   los.   In   einem   weiteren   Kramladen holen     wir     uns     noch     einen     Sonnenschirm.     Wir     haben     zwar     eine Strandmuschel   mit,   die   taugt   aber   bei   den   hier   herrschenden   Temperaturen eher als Backofen. Auf    Empfehlung    fahren    wir    zur    Sanddüne    ca.    5    Kilometer    am    Strand entlang.   Nach   zwei   Flussdurchquerungen   ist   die   Straße   und   auch   die   Welt zu Ende. Hier in dieser Abgeschiedenheit befindet sich das „Hotel la Dune“. Der   Parkplatz   zum   Strand   ist   schon   gut   gefüllt   –   eine   Tatsache,   die   uns   nicht so   behagt.   Also   lassen   wir   die   Badesachen   zunächst   im   Auto   und   schauen uns   erst   einmal   um.   Hier   in   der   Düne   gibt   es   Imbissbuden,   Sonnenschirme und    Liegen    und    viele    Menschen.    Da    gefiel    es    uns    an    unserem    ersten Badeplatz   wesentlich   besser.   Also   noch   eine   Runde   gedreht,   zurück   zum Auto   und   zurück   Richtung   Marina   Arbus.   Unser   Auto   steht   hier   ganz   allein und   den   Strandabschnitt   teilen   wir   uns   mit   sechs   weiteren   Personen   und zahlreichen   Wespen.   So   gefällt   uns   das.   Neben   Baden,   Lesen   und   Essen schaffen   wir   es   auch,   unsere   Urlaubspost   zu   erledigen.   Gegen   17:00   liefern wir   unsere   fertigen   Karten   im   Souvenirladen   ab   und   genehmigen   uns   noch ein   Eis.   Dann   geht   es   zurück   in   unsere   Unterkunft,   Sand   und   Salzwasser müssen entfernt werden. Pünktlich   20:30   Uhr   erscheinen   wir   zum   Abendessen.   Heute   ist   der   Tisch schon gut bestückt mit - Brot (Weißbrot und frittiertes) - Oliven - Salami - Gemüse in Tomatensoße (Rest von gestern) - Gedünstete Zwiebeln mit Kapern Als weitere Gänge gibt es: - Ravioli - Reissalat - Grünen Salat - Schnitzel (hauchzart, mit mehr Panade als Fleisch) - Käse mit lebenden Fliegenmaden – Thomas meinte, er sei sehr lecker - Melone An   dieser   Stelle   haben   wir   den   Tisch   verlassen,   weil   nichts   mehr   ging   Thomas   war   zu   satt   und   ich   zu   müde.   Verpasst   haben   wir   wohl   noch   leckere Obsttörtchen    und    den    obligatorischen    Absacker.    Aber    für    eine    Stunde länger Schlaf muss man auch mal verzichten können. 13.09.2011:   Wie   jeden   Morgen   stehen   wir   kurz   nach   acht   auf,   um   9:00   Uhr am Frühstückstisch zu sitzen. Wir   lassen   uns   Zeit,   quatschen   noch   mit   den   anderen   und   machen   uns schließlich   gegen   halb   elf   auf   den   Weg   Richtung   Cagliari.   Baden   wollten   wir heute   nicht,   da   uns   die   Sonne   von   gestern   noch   auf   der   Haut   brannte,   und wandern   war   auch   nicht   unser   Ding   –   zu   warm   und   immer   noch   schwere Beine von unserer Tour. Da ist ein Stadtbummel eine geeignete Alternative. Mit   einem   Mal   verfahren   erreichen   wir   den   Hafen   von   Cagliari.   Hier   sollen wir   laut   Reiseführer   parken.   Alle   anderen   Versuche,   sein   Auto   irgendwo   in der   Innerstadt   unterzubringen,   grenzen   wohl   schon   an   Übermut.   Später   in der Stadt finden wir die Ausführungen des Reiseführers bestätigt. Zunächst    suchen    wir    einen    Parkscheinautomaten.    Thomas    findet    ihn schließlich:   zweibeinig   mit   Warnweste.   Bezahlt   wird   bis   13:00   Uhr,   bis   16:00 Uhr   ist   der   Parkplatz   kostenlos,   dann   ist   wieder   zu   bezahlen.   Also   kostet uns   der   Besuch   50   Cent.   Gleich   in   der   Nähe   befindet   sich   eine   Information. Die   Damen   decken   uns   mit   einem   Stadtplan   und   zahlreichen   Prospekten ein. Dann machen wir uns auf den Weg. Das   vom   Reiseführer   angepriesene   Restaurant   finden   wir   schon   mal.   13:00 Uhr   ist   hier   noch   nichts   los.   Wir   beschließen,   noch   eine   Runde   zu   laufen und   den   Stadtteil   „Castello“   zu   besuchen.   Der   Weg   führt   über   viele   Treppen nach   oben.   Von   hier   aus   hat   man   aber   einen   schönen   Blick   über   die   Stadt. Lange halten wir uns nicht auf, es fehlt der Schatten. Zwischenzeitlich   plagt   uns   der   Durst   und   wir   bahnen   uns   den   Weg   durch die   Gassen   des   Marinaviertels   zur   Trattoria   da   Serafino.   Jetzt   sind   fast   alle Tische    besetzt.    Der    Ober    weist    uns    noch    einen    Zweiertisch    zu.    Neben Wasser   und   Weißwein   wählen   wir   Reis   mit   Meeresfrüchten   und   gemischte Meeresfrüchte.   Die   Portionen   sind   so   bemessen,   dass   später   noch   ein   Eis reinpasst.   Bevor   wir   uns   das   jedoch   genehmigen,   besuchen   wir   noch   einmal den   Kinderladen,   den   wir   entdeckt   hatten,   um   ein   paar   kleine   Mitbringsel zu kaufen. Dann   ist   es   nach   16:00   Uhr   und   wir   machen   uns   auf   die   Suche   nach   dem Rückweg.   Wieder   mit   einer   Ehrenrunde   durch   Cagliari   sind   wir   18:00   Uhr zurück in unserer Unterkunft. Hier   haben   wir   nun   Zeit,   die   geschossenen   Bilder   zu   sortieren,   Bericht   zu schreiben und uns für das Abendessen „frisch“ zu machen. Der Tisch ist schon mit Antipasti gedeckt: - Brot - Oliven - Salami - Gemüse in Tomatensoße - Gegrillte Zucchini und - Eingelegter Paprika Es geht weiter mit - Nudeln mit Champignons - Malloreddu mit Lamm - Spanferkel - Obstsalat - Windbeutel (piccolo) Den    Abschluss    bildeten    wieder    Kaffee    und    ein    Verdauerli.    Und    dann „rollten“ wir wieder die 150 m Weg bis ins Bett. 14.09.2011:    Nach    dem    Frühstück    reisen    die    zwei    anderen    deutschen Pärchen   ab.   Wir   hoffen,   dass   wir   vielleicht   wieder   Gesellschaft   bekommen, sonst   müssen   wir   uns   mit   zwei   Engländern   abgeben,   die   schon   negativ aufgefallen   sind.   Zum   Frühstück   brauchte   nämlich   jeder   zwei   Tassen   und statt   zu   fragen,   wurde   einfach   die   Tasse   vom   Nachbargedeck   genommen. Möge   der   sich   doch   kümmern,   in   dem   Falle   waren   wir   das.   Thomas   hat   sich auch „nett“ bedankt. Unser    heutiges    Ziel    ist    Fluminimaggiore,    eine    Bergarbeitersiedlung,    die durch   ihre   Murales   bekannt   ist.   Vorher   holen   wir   uns   im   Supermarkt   in Arbus   noch   Brot,   Obst,   Gemüse   und   Wasser.   Dann   folgen   25   Kilometer Achterbahn.   Das   Städtchen   an   sich   haben   wir   schnell   durchlaufen.   Vom örtlichen   Markt   nehmen   wir   noch   eine   CD   mit   sardischer   Musik   mit   –   eine Kopie, wie sich später herausstellen wird. Wir    nehmen    den    Weg    zurück    und    biegen    an    der    nächsten    Kreuzung Richtung   Capo   Pecora   ab,   ein   Kap,   von   dem   man   einen   tollen   Blick   in   den Golf   von   Leone   hat.   Wir   klettern   über   die   Felsen   auf   der   Suche   nach   einem schattigen   Plätzchen   und   werden   fündig.   Ich   halte   die   Stellung,   damit   uns niemand   den   Platz   wegschnappt   und   Thomas   holt   die   Utensilien.   Unter unserem   Sonnenschirm   halten   wir   es   hier   den   Nachmittag   aus.   Wenn   es   zu warm   wird,   steigen   wir   ins   Wasser   und   wenn   Bewegung   gebraucht   wird, drehen   wir   eine   Runde   über   die   Felsen.   Gegen   vier   ziehen   Wolken   auf   und wir    packen    unsere    Sachen.    Gerade    rechtzeitig    sitzen    wir    im    Auto,    dann fängt   es   an   zu   regnen.   Es   reicht   aber   nicht,   um   unser   Auto   mal   vom   Staub zu befreien. Durch den Guss wird die Staubschicht eher zu Beton. In   der   Bar   von   Montevecchio   genehmigen   wir   uns   einen   Kaffee   und   ein   Eis. 18:00   Uhr   sind   wir   –   wie   immer   die   Ersten   –   in   der   Unterkunft.   Auch   heute hatte   unser   Zimmer   keinen   Lappen   gesehen,   etwas,   was   wir   nicht   so   gut finden.   Der   Staub   verteilt   sich   überall,   und   es   wäre   schön   gewesen,   wenn wenigstens   einmal   gewischt   und   die   Handtücher   gewechselt   worden   wären. Das   sollte   man   wissen,   wenn   man   länger   als   drei   Tage   bleibt.   Auch   mit   dem Reparieren   hält   man   es   nicht   so.   Die   Balkontür   hängt   nur   noch   an   einem Scharnier,   die   Klobrille   ist   ab,   die   Duschwand   ist   ausgehangen   –   alles   Dinge, die    schnell    in    Ordnung    gebracht    werden    könnten.    Darauf    wird    aber offensichtlich   kein   Wert   gelegt,   denn   die   kleinen   Schäden   waren   schon   vor uns   da.   Nun   ja,   wir   werden   auch   die   letzten   zwei   Nächte   gut   schlafen   und dann alles einer gründlichen Reinigung unterziehen. Zum Abendessen gab es heute: - Brot - Salami - Marinierter Paprika - Panierte Auberginen - Oliven - Minnestrone - Pasta mit Mandeln, Auberginen und Tomaten - Grüner Salat - Gebratenes Lamm - Obstsalat - Kuchen - Und dann die üblichen Kleinigkeiten. Unterhalten   haben   wir   uns   gut,   es   war   internationale   Belegung.   Neben   zwei italienischen   Familien,   die   wir   schon   kannten,   waren   heute   ein   belgisch- argentinisches   Pärchen,   ein   südafrikanisch-australisches   Pärchen   und   ein englisches   Pärchen   angereist.   Das   eigenartige   englische   Pärchen,   was   wir nicht     so     mochten,     war     zum     Glück     abgereist.     Irgendwie     klappte     die Verständigung.    Die    Argentinierin    sprach    deutsch,    da    sie    in    Kiel    studiert hatte     und     dolmetschte     gegebenenfalls,     wenn     unser     englisch     nicht ausreichte.   Es   war   ein   lustiges   Sprachenkauderwelsch.   Die   auch   deutsch sprechende   Argentinierin   sprach   mit   ihrem   belgischen   Freund   spanisch.   Er verstand    auch    etwas    deutsch.    Die    Engländer    und    die    Südafrikanerin sprachen    nur    englisch    und    die    Italiener    nur    italienisch.    Der    Australier konnte    etwas    italienisch    und    sprach    natürlich    auch    englisch.    Jedenfalls wurde   ziemlich   viel   durcheinander   gesprochen   und   übersetzt   hat   jeweils der, der die jeweilig andere Sprache verstand. 15.09.2011:    Heute   ist   unser   letzter   Tag.   Wir   wollen   noch   einmal   an   das   Kap fahren,   an   dem   wir   gestern   gebadet   haben.   Aber   erst   einmal   ist   Frühstück und   zum   ersten   Mal   gibt   es   etwas   Herzhaftes   –   Pizzabrötchen.   Die   sind   zwar kalt,   aber   sie   sind   trotzdem   lecker.   Endlich   mal   eine   Abwechslung   von   dem Süßkram.   Dann   machen   wir   uns   los.   In   Montevecchio   nehmen   wir   aber nicht   die   Straße   Richtung   Arbus   sondern   fahren   nach   Ingurtosu.   Attraktion ist   hier   ein   Haus,   durch   das   man   durchfahren   kann.   Der   Weg   entpuppt   sich als   Fahrt   mit   der   Geisterbahn.   Die   Straße,   eine   Schotterpiste,   führt   durch verlassene   Siedlungen,   an   verschlossenen   Bergwerken   vorbei   und   war   von der   anderen   Seite   her   gesperrt.   Mit   maximal   30   km/h   tasteten   wir   uns   an teilweise   abgerutschten   Hängen   entlang.   Bis   Ende   der   60er   Jahre   boomte hier    der    Bergbau.    Danach    war    Schluss    und    alles    wurde    dem    Verfall preisgegeben.    Wir    waren    froh,    als    wir    wieder    festen    Boden    unter    den Rädern hatten. Am    Kap    angekommen,    mussten    wir    feststellen,    dass    durch    einen    recht hohen   Wellengang   unser   Plätzchen   nicht   nutzbar   war.   Eine   Alternative   bot sich    aber    auch    nicht    wirklich.    Nach    kurzer    Lagebesprechung    fuhren    wir zurück   nach   Arbus.   Mittlerweile   war   die   Stadt   wie   ausgekehrt,   es   war   Siesta. Der   Geldautomat   spuckte   uns   dennoch   die   gewünschte   Summe   aus,   denn morgen    müssen    wir    unsere    Unterkunft    in    bar    bezahlen.    In    der    Bar    in Montevecchio   nahmen   wir   einen   Snack   zu   uns,   denn   bis   zum   Abendessen war es noch zu lange hin. Und    dann    bezogen    wir    wieder    unseren    Strandabschnitt    von    den    ersten Tagen.   Unter   unserem   Sonnenschirm   ließ   es   sich   aushalten.   Gegen   halb sechs     machten     wir     uns     auf     den     Rückweg,     um     die     obligatorischen Reinigungsarbeiten vorzunehmen. Das Abendessen bestand heute aus -     Antipasti     in     Form     von     Gemüse     in     Tomatensoße,     Brot,     gegrillten Auberginen und Oliven - Ravioli - Gnocchi - Kaninchen - Grüner Salat - Obstsalat - Pfannkuchen - Espresso. Der   letzte   Gang   –   der   Verdauer   –   fiel   heute   aus.   Vermutlich   war   noch   kein Nachschub vorhanden. 16.09.2011:   Wir   stehen   ganz   normal   auf   und   gehen   frühstücken.   Heute   gibt es    die    restlichen    Pfannkuchen    von    gestern    Abend,    Biskuit,    Brot    und Pfirsichmarmelade.    Nachdem    wir    unser    Zimmer    bei    der    Chefin    bezahlt haben, geht es ans Abschied nehmen. Zurück   in   unserem   Zimmer   packen   wir   so   langsam   unsere   sieben   Sachen und   verstauen   alles   im   Auto.   Gegen   elf   nehmen   wir   den   Weg   Richtung Arbus.    Im    Supermarkt    wollen    wir    unseren    und    Stefanos    Einkaufszettel abarbeiten    und    uns    Verpflegung    für    unterwegs    besorgen.    Mit    einem Tankstopp   noch   gerade   rechtzeitig   vor   der   Siesta   rollen   wir   gemächlich   nach Olbia.   Mittag   essen   wir   an   einem   „Autogrill“   irgendwo   im   Niemandsland.   In dem   dazugehörigen   Shop   entdecken   wir   noch   ein   paar   hübsche   Sachen,   die sich als Mitbringsel eignen. Da    Olbia    schneller    näher    kommt,    als    uns    lieb    ist,    beschließen    wir,    die „Abkürzung“    am    Meer    entlang    zu    nehmen.    In    Posada    verlassen    wir    die Schnellstraße.   Im   nächsten   Supermarkt   wollen   wir   noch   ein   paar   Feigen kaufen    und    die    noch    nicht    gestrichenen    Produkte    vom    Einkaufszettel erfragen.   Komischerweise   gibt   es   hier   im   Norden   keine   Feigen,   während man sie uns im Süden hinterher warf. Irgendwo   machen   wir   noch   eine   Pause   und   genehmigen   uns   ein   Eis.   Kurz vor   17:00   Uhr   erwacht   der   Ort   so   langsam   zum   Leben.   Um   die   Ecke   finden wir    einen    Keramikladen.    Leider    haben    sie    nicht    das,    was    wir    gerne mitnehmen   würden.   Also   fuhren   wir   weiter   nach   Olbia.   Im   Hafengelände stellen    wir    unser    Auto    ab    und    machen    noch    einen    Stadtbummel.    So sehenswert   ist   es   nun   auch   wieder   nicht.   Auch   in   den   vielen   Läden   finden wir   nichts,   was   wir   noch   unbedingt   haben   müssten.   So   setzen   wir   uns   in   das Hafengelände   und   verzehren   unser   Abendessen   –   Baguette   und   Salami. Dann reihen wir uns in die Reihe der Wartenden zur Fähre nach Genua ein. Diesmal   müssen   wir   unser   Auto   im   Unterdeck   abstellen.   Unsere   Kabine befindet    sich    wieder    im    7.    Stock.    Wir    duschen,    machen    unsere    diesmal mitgebrachte   Flasche   Wein   auf   und   schauen   uns   dann   das   Ablegemanöver vom    Oberdeck    an.    Dann    ist    Nachtruhe,    denn    als    nunmehr    erfahrene „Kreuzfahrer“ wissen wir, dass 6:00 Uhr wecken ist.
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